Eine Liebeserklärung & warum YOGA sinnvoll für Bergsportlerinnen ist

Yoga – neben dem Bergsport meine liebste Weise mich zu bewegen und nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch mein Beruf. Warum Yoga aber auch ganz besonders gut für Bergsportlerinnen geeignet ist, möchte ich dir in diesem Beitrag näher bringen. Es folgen 5 Gründe aus der Sicht einer Bergsportlerin, Yogalehrerin und Physiotherapeutin, warum du unbedingt bald deinen nächsten Kurs starten solltest.

© Alex Franchi

Punkt 1: Du wirst achtsamer – mit dir und deiner Umwelt

Durch die bewusste Körperarbeit mit dir selbst, lernst du dich nicht nur selbst oft ganz neu kennen – ganz gleich, ob auf körperlicher, als auch auf mentaler Ebene. Sondern wirst durch das Erkennen deiner eigenen Grenzen und das Erkennen deiner eigenen Möglichkeiten, auch viel achtsamer mit dir selbst. Diese neue Achtsamkeit ist dabei aber keinesfalls nur auf dich beschränkt, sondern dehnt sich auch auf dich und deine Umwelt aus. Wovon auch deine Mitmenschen garantiert profitieren. Yoga macht dich sanfter und liebevoller zu dir selbst und auch gegenüber anderen. Ich würde fast so weit gehen, dass dich eine gezielte Yogapraxis und die intensive Auseinandersetzung mit deinem Selbst, zu einem besseren Menschen macht.
Die neu gewonnene Achtsamkeit ermöglicht es dir außerdem, deine körperlichen und seelischen Grenzen auszuloten und zu respektieren. Der (Berg)Sport ist oft sehr leistungsorientiert und Druck behaftet, man vergleicht sich mit anderen oder achtet auf Zahlen, die uns sagen, wie schnell, wie weit und so weiter, wir gekommen sind. Beim Yoga ist das anders. Da geht´s um dich auf deiner Matte. Denn der „Kampf“ mit uns selbst ist doch oftmals die größte Herausforderung, bringt uns aber dennoch am weitesten.

Punkt 2: Du gewinnst Kraft

Wer Yoga schonmal ausprobiert hat und entweder noch nicht so geübt war oder von jemandem unterrichtet wurde der*die besonders viel Wert auf die korrekte Ausrichtung gelegt hat, hat vermutlich am eigenen Leib gespürt, wie viel Kraft man für Yoga braucht. Um Kraft beim Yoga aufzubauen, braucht man nicht einmal fortgeschrittenere Asanas (So nennt man im Yoga übrigens die Haltungen, die man einnimmt.) zu üben, sondern auch einfachere Asanas können dich da ganz schön herausfordern. Besonders gut kannst du beim Yoga die Muskelkraft deiner Körpermitte trainieren. Denn die wird nahezu in jeder Position gefordert. Ein super Nebeneffekt, denn eine gute Rumpfstabilität beziehungsweise eben eine gute Rumpfkraft, ist auch bei jeder Sportart das A und O und Ansatzpunkt bei jedem Training! Ausgehend von einem starken und stabilen Zentrum, lassen sich nämlich auch die Arme und Beine viel schneller, leichter und kraftvoller bewegen.

© Alex Franchi

Punkt 3: Du wirst flexibler

Doch wirst du beim Yoga nicht nur kräftiger und trainierst ganz besonders deine Körpermitte, sondern verbesserst auch ganz ausschlaggebend deine Flexibilität. Immer wieder bin ich selbst überrascht, wie erleichternd und angenehm, anfangs herausfordernde und vielleicht etwas ungemütliche Dehnpositionen, sein können! Wenn´s zwickt und zwackt, dann ist gezieltes Dehnen eine reine Wohltat. Besonders auch für deinen Rücken beziehungsweise deine Wirbelsäule. Bestimmt hast du schon den Slogan „Sitzen ist das neue Rauchen“ gehört, oder? Und ja, viel zu sitzen ist tatsächlich ungesund und verantwortlich für viele Beschwerden und auch Erkrankungen, was auch schon zahlreiche Studien belegt haben. Durch unsere Jobs oder unsere Aufgaben, ist das Sitzen – besonders im Westen – zu einem echten Problem geworden.
Zu sitzen ist eigentlich eine unnatürliche Körperhaltung für den Menschen und viel sitzen noch viel mehr. Denn während wir gemütlich (und faul) am Sessel hocken, verkürzen bestimmte Beinmuskeln, was langfristig zu einer ungeeigneten Position deines Beckens und somit deiner Wirbelsäule führt. In der Yogaklasse werden diese Muskelpartien aber ganz easy aufgedehnt, was so auch eine Vorbeugungsmöglichkeit bietet.
Doch nicht nur die Beinmuskulatur, sondern auch Muskeln und auch Faszien am Oberkörper und den Armen – grob gesagt von Kopf bis Fuß – können positiv beeinflusst werden und dir im Alltag eine verbesserte Beweglichkeit ermöglichen.
Und während dein Körper beweglicher wird, wirst du bestimmt auch wahrnehmen, dass dein Kopf und deine Gedanken ebenfalls flexibler werden und du so „leichter“ leben kannst.

© Alex Franchi

Punkt 4: Du beugst Verletzungen vor

Die Kombination aus den Punkten 2 und 3 führt schließlich dazu, dass du an den richtigen Stellen kräftiger wirst und an den wiederum richtigen Stellen flexibler, was eine wunderbare Verletzungsprophylaxe ergibt. Denn wer verletzt sich beim (Berg)Sport? Richtig, diejenigen, die zu „starr“ sind und diejenigen, die zu „lax“ sind. Worauf es zunächst also ankommt, ist das richtige Maß an Kraft, sowie das richtige Maß an Beweglichkeit zu erlangen.
Aber was braucht´s noch? Wieder richtig, Balance und Reaktionsfähigkeit! Und die beiden Faktoren werden ebenfalls beim Yoga gefordert und gefördert. Egal, ob durch Asanas, die dich in den Einbeinstand führen oder Haltungen, wie beispielsweise den Unterarmstand. Auch das Gleichgewicht und die rasche und so wichtige Reaktionsfähigkeiten werden geschult.
Aber wie beuge ich dadurch Verletzungen vor? Denk beispielsweise an Situationen, in denen etwa einen schmalen Grat entlanggehen musst, um endlich zum Gipfel zu gelangen. Du musst in dieser Situation innerlich ganz besonders fokussiert und ruhig und körperlich ganz zielsicher einen Fuß vor den anderen setzen. Und genau das übst du beim Yoga: Deinen Geist zu fokussieren, sodass du körperlich ganz ruhig und gelassen bleiben kannst.

© Alex Franchi

Punkt 5: Yoga macht´s möglich!

Wir entdecken eine neue und ganz besonders coole Skitour, uns packt nicht nur der Ehrgeiz, sondern gleich die ganz große Leidenschaft. Wir entdecken beim Bouldern ein neues Projekt, das uns nicht mehr aus dem Kopf will und uns schlaflose Nächte kostet. Wir entdecken eine neue und ganz besonders wunderschöne Radltour und wollen eigentlich gar nicht mehr absteigen von unserem geliebten Drahtesel. Na, hast du dich da wo wiederentdeckt?
Wenn wir so hingebungsvoll einer einzigen Sportart widmen und diese vielleicht auch mehr oder weniger intensiv ausführen, dann gewöhnt sich unser Körper immer mehr und mehr daran. Und schließlich so sehr, oft zu sehr, dass wir einseitig werden. Diese und jene Muskeln verkürzen sich oder werden andauernd überdehnt, diese und jene Zonen sind ständig gefordert und wiederum andere Körperregionen sind unterfordert… Kurz gesagt: „Balance is key! Der Ausgleich macht´s!“.
Denn wir alle möchten doch so gesund, so fit und so schmerzfrei wie möglich unsere Jahre in diesem Leben genießen. Und ich verrate euch mein Geheimnis: Yoga macht´s möglich! Und somit schließt sich auch der Kreis, denn durch die Yogapraxis lernst du deinen Körper erstens besser kennen, merkst deine Schwächen und Stärken, kannst zweitens dort kräftigen, wo es notwendig ist und mobilisieren, wo das notwendig ist. Dadurch beugst du Verletzungen vor und wirst gesund, fit und ausgeglichen sein.

Die Wohltaten, die ich bisher dank meiner Yogapraxis erfahren hab dürfen, möchte ich mit euch teilen, weshalb ich als Physiotherapeutin auch Yoga unterrichte. Ab 11. Juli und ab 14. Juli starten wieder zwei online Kurse bei mir. Für beide Kurse kannst du dich bereits anmelden. Ich freue mich, wenn wir uns auf der Matte treffen!

> Ab 11. Juli (Montag): 45 Minuten
„Guten Morgen Yoga“ – 8 Wochen lang

> Ab 14. Juli (Donnerstag): 90 Minuten

„Connect – In Verbindung treten mit dir“ – 8 Wochen lang

Für mehr Infos, schreib mir gerne ein Email an eva@austrian-mountaingirls.at, verfasse einen Kommentar direkt unter dem Beitrag oder kontaktiere mich auf Instagram @austrian.mountaingirls.

© Alex Franchi

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